
Da wir in Berlin wohnen, gehen wir jedes Jahr im Dezember auf die Weihnachtsmärkte. Solche Märkte gibt es in der Vorweihnachtszeit in vielen Städten der Welt, aber in der deutschen Hauptstadt sind es einfach mehr, und jeder hat eine etwas andere Atmosphäre. Lichterketten, Schmuck, Holzbuden, eine Kapelle und vor allem Glühwein – dafür stehen deutsche Weihnachtsmärkte. In diesem Beitrag habe ich die gesammelt, auf denen wir in den Jahren 2019–2022 waren, von den größten im Zentrum bis zu kleineren, stimmungsvolleren.
Inhaltsverzeichnis
- Alexanderplatz – ein Markt mitten im Zentrum
- Rotes Rathaus – Riesenrad und Eisbahn
- Gendarmenmarkt – zwischen Konzerthaus und Domen
- Kulturbrauerei – ein Markt im skandinavischen Stil
- RAW-Gelände – ein historischer Markt
- Charlottenburg – ein Markt vor dem Schloss
- Praktische Informationen
Alexanderplatz – ein Markt mitten im Zentrum
2021 war lange unklar, ob die Weihnachtsmärkte überhaupt öffnen würden. Schließlich starteten sie am 22. November – zwar mit Einschränkungen und nicht alle –, und wir warteten nicht lange: Noch am selben Abend gingen wir auf den Markt mitten im Stadtzentrum, am Alexanderplatz. Sein Erkennungszeichen ist eine große Weihnachtspyramide mit drehendem Propeller.

Die Buden stehen entlang des Platzes bis hin zum Fernsehturm. Das Angebot ist breit: von Souvenirs, Band-T-Shirts, Fanartikeln, Handtaschen und Winterkleidung bis zu Brezeln, Crêpes, Süßigkeiten und allerlei Alkohol. Der Eintritt ist frei.


Ein Jahr später, im Dezember 2022, kamen wir wieder. Der Markt war sehr ähnlich aufgebaut, kam mir aber kleiner vor als im Vorjahr – und leider waren die Preiserhöhungen deutlich zu spüren.

Rotes Rathaus – Riesenrad und Eisbahn
Gleich nebenan, am Roten Rathaus, gibt es einen eigenen Weihnachtsmarkt – wir waren am 15. Dezember 2022 zum ersten Mal dort und er hat uns sehr gut gefallen. Neben den üblichen Buden mit Essen, heißen Getränken, Kleidung und Souvenirs gibt es hier ein Riesenrad, Karussells und eine Eisbahn rund um den Neptunbrunnen.


Über dem Markt „fliegt“ ab und zu der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten davon, und in einer großen provisorischen Halle läuft deutsche Stimmungsmusik. Das Ganze sieht – vor allem abends, wenn alles beleuchtet ist – wirklich schön aus.

Gendarmenmarkt – zwischen Konzerthaus und Domen
Im Winter 2021/2022 besuchten wir noch drei weitere Märkte. Am elegantesten war der auf dem Gendarmenmarkt – die weißen Zelte stehen hier zwischen dem beleuchteten Konzerthaus und den beiden Zwillingsdomen, dem Deutschen und dem Französischen Dom. Als einer der wenigen kostete er Eintritt – 1 Euro.


Kulturbrauerei – ein Markt im skandinavischen Stil
Eine ganz andere Atmosphäre hat der Markt in der Kulturbrauerei – einer ehemaligen Backsteinbrauerei im Bezirk Prenzlauer Berg. Er ist im skandinavischen Stil gestaltet, mit Holzbuden, Tannenbäumen und Laternen auf den Tischen, und der Eintritt war frei.


RAW-Gelände – ein historischer Markt
Auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain – ehemaligen Eisenbahnwerkstätten – findet ein Historischer Weihnachtsmarkt statt, der an alte Zeiten erinnern soll. Der Eintritt kostete 3 Euro.


Wie auf jedem Weihnachtsmarkt ist auch hier der Glühwein das Wichtigste, serviert in Tassen mit dem Motiv des Marktes. Für die Tasse zahlt man meist Pfand – du kannst sie zurückgeben oder als Andenken mitnehmen.

Charlottenburg – ein Markt vor dem Schloss
Schon im Dezember 2019 besuchten wir einige Berliner Weihnachtsmärkte, und am meisten im Gedächtnis geblieben ist uns der vor dem Schloss Charlottenburg. Wir waren schon früher im Sommer am Schloss, und ich finde, es ist ein toller Ort für einen Weihnachtsmarkt: Das Barockschloss im Hintergrund sorgt für eine besondere Stimmung. Eine Kapelle spielt, die Lichter wechseln die Farbe, und zwischen den Buden findest du viele Leckereien und toll gemachte Dinge – leider sehr teuer.

Praktische Informationen
- Wann: Die Märkte öffnen meist in der letzten Novemberwoche (2021 am 22. November) und laufen bis Ende Dezember; manche haben bis Anfang Januar geöffnet (im Winter 2021/2022 schlossen die letzten nach dem ersten Januarwochenende).
- Öffnungszeiten: Sie schließen recht früh – spätestens gegen 22:00 Uhr; Getränkestände haben manchmal länger offen.
- Eintritt: bei den meisten Märkten frei. Von den Märkten, die wir besucht haben, kosteten Gendarmenmarkt (1 €) und RAW-Gelände (3 €) Eintritt – Preise aus der Saison 2021/2022.
- Preise: Essen, Getränke und Kunsthandwerk sind teuer, und 2022 wurden sie noch teurer.
- Noch ein Grund, abends in die Stadt zu gehen: Im Herbst erleuchtet das Festival of Lights Berlin – Projektionen auf dem Brandenburger Tor, dem Dom und vielen anderen Gebäuden.


























