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Ort: Asien  JordanienReisejahr: 2022

Wadi Rum ist eine Wüste im Süden Jordaniens – roter Sand, Felsmassive aus Sandstein und Granit, enge Schluchten und natürliche Felsbrücken. Die Landschaft wirkt so „marsianisch“, dass hier unter anderem „Dune“, „Star Wars“, „Prometheus“, „Der Marsianer“ und „Transformers“ gedreht wurden, und das ganze Gebiet gehört zum UNESCO-Welterbe. Neben Petra ist das für uns der Ort in Jordanien, den man unbedingt sehen muss – und hier solltest du unbedingt eine Nacht verbringen, um die echte Atmosphäre der Wüste zu spüren. Wir waren zum Abschluss unserer Woche in Jordanien hier: zwei Nächte im Camp und ein ganzer Tag Tour im Geländewagen (24.–26. März 2022).

Inhaltsverzeichnis

  1. Anreise zum Camp
  2. Das Wüstencamp – Ausstattung
  3. Ganztägige Tour durch die Wüste
  4. Essen und Abend im Camp
  5. Wetter, Preis und Buchung

Anreise zum Camp

Nach Wadi Rum fuhren wir von Madaba aus – das sind rund 330 km, und das letzte Stück fuhren wir im Regen. Mit dem Campteam waren wir am Visitor Center in Wadi Rum Village verabredet, wo wir unser Auto auf dem Parkplatz stehen ließen. Als wir ankamen, war es schon dunkel – unser Betreuer brachte uns mit einem geländegängigen Pick-up tief in die Wüste zum Camp. Mit demselben Wagen fuhr er uns auch den ganzen nächsten Tag durch die Wüste.

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Das Wüstencamp – Ausstattung

Wir übernachteten im Fire Camp. Das Camp bestand aus Schlafzelten (wir schliefen in einer der Zelthütten), einem Gemeinschaftszelt, einem Speisezelt und einem Gebäude mit Toiletten und Duschen, getrennt für Frauen und Männer. Die Toiletten waren sauber und drinnen war es warm. Das Wasser war allerdings kalt – es wird von der Sonne erwärmt, also gab es morgens keine Chance auf eine warme Dusche, und bei etwa 0 Grad wollten wir nicht kalt duschen. Strom gab es nur bis 22:00 Uhr. Wir bekamen zusätzliche Decken, und im Zelt schlief es sich bequem.

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Ganztägige Tour durch die Wüste

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Guide den ganzen Tag im Geländewagen durch die Wüste – auf der Ladefläche des Pick-ups, mit dem Wind in den Haaren. Der Guide hielt an einer Schlucht und Felsformation nach der anderen, und wir bewunderten vor allem den einzigartigen roten Sand. Zur Route solcher Touren gehören meist unter anderem die Quellen Lawrence’s Spring und Ain al-Kattar, die roten Dünen, das sogenannte Lawrence-Haus, die Schluchten Khazali, Burrah und Abu Khashaba, die Felsbrücken Little Bridge und Burdah, der Bogen Um Frouth sowie die Felsen Mushroom Rock und Chicken Rock. Die Namen vieler Orte erinnern an T.E. Lawrence – „Lawrence von Arabien“, der hier während des Arabischen Aufstands 1916–1918 aktiv war.

Quellen und rote Dünen

In der Wüste gibt es Wasserquellen, an denen seit Jahrhunderten Beduinen und Karawanen Halt machten – an den Felsen mit Wasser wächst dann ein bisschen Grün. Am meisten beeindruckten uns aber die roten Dünen (Red Sand Dunes): weicher, rostroter Sand, auf den man nur mühsam hinaufkommt, und von oben ein Blick auf die Felsmassive, die aus der Wüste ragen.

Felsbrücken

Wind und Wasser haben in Wadi Rum viele natürliche Bögen und Felsbrücken geformt. Am leichtesten erreichbar ist die niedrige Little Bridge, auf die man ohne Klettern steigen kann. Die berühmte Burdah-Brücke liegt viel höher und erfordert schon eine Kletterei mit Guide.

Khazali-Schlucht

Die Khazali-Schlucht ist eine enge Spalte im Felsmassiv, bekannt für ihre alten Felsritzungen. An ihrem Eingang halten die meisten Touren, und daneben warten Beduinen mit Kamelen. In die Spalte kann man nur ein Stück hineingehen, aber die hohen, gewellten Wände sind sehr eindrucksvoll.

Mittagessen vom Lagerfeuer

Mitten am Tag hielten wir im Schatten eines Felsens zum Mittagessen. Zuerst sammelten wir alle Stöcke fürs Feuer, dann gab es Tee, und zum Schluss bereitete unser Beduine auf dem Feuer ein köstliches Hauptgericht zu. Wasser hatten wir den ganzen Tag reichlich.

Ende der Tour – rund um den Chicken Rock

Die Tour beendeten wir in der Nähe des Felsens Chicken Rock, auf einer weiteren roten Düne. Gegen Abend kam die Sonne heraus, und ihre Strahlen, die durch die Wolken über der Wüste brachen, waren der perfekte Abschied von Jordanien.

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Essen und Abend im Camp

Die Mahlzeiten sind meist im Preis für Übernachtung und Tour enthalten. Da wir am Tag vor der Tour ankamen, gab es schon am ersten Abend Abendessen. Das Abendessen ist im Camp eine ganze Show: Die Beduinen bereiten das Essen auf traditionelle Weise zu und vergraben es in einer eigens ausgehobenen Grube im Boden (Zarb). Vor dem Essen versammeln sich alle im Kreis, um zuzusehen, wie das Essen aus der Erde geholt wird, und dann bedient sich jeder im Speisezelt am Buffet (bei schönem Wetter isst man draußen). Nach der Rückkehr von der Tour erlebten wir noch die abendlichen Vorführungen.

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Wetter, Preis und Buchung

  • Wetter – in der Wüste sind die Nächte immer kalt, aber wir erwischten eine außergewöhnlich kalte Front: Nachts fiel die Temperatur auf etwa 2 Grad, und abends, als wir zum Camp fuhren, regnete es – in der Wüste eine Seltenheit. Nimm warme Kleidung für Abend und Nacht mit.
  • Welches Angebot – die Wüste erkundest du am besten mit einem lokalen Veranstalter. Es gibt sehr viele Angebote: von mehrstündigen Fahrten bis zu ganztägigen Touren mit Übernachtung. Wir empfehlen eine Tagestour mit mindestens einer Übernachtung – die Preise hängen vom Standard des Camps ab (wir wählten die günstigere Variante und waren wirklich zufrieden). Am besten vorher online buchen.
  • Eintritt – die Gebühr für das Schutzgebiet Wadi Rum ist im Jordan Pass enthalten.
  • Anreise – von Akaba sind es rund 60 km, von Petra etwa 100 km. Das Auto lässt man in Wadi Rum Village stehen, ab dort fährt das Campteam.

Von Wadi Rum hatten wir es nicht weit zum Flughafen in Akaba, von wo wir am nächsten Tag nach Berlin zurückflogen. Den ganzen Wochenplan – mit Kreuzfahrerburgen, Jerash, Amman und Madaba – findest du im Beitrag Jordanien in einer Woche – Reiseplan und praktische Infos.

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