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Ort: Mittelamerika  GuatemalaReisejahr: 2023

Nach einer Woche in Belize kamen wir am 20. Dezember 2023 nach Guatemala – von Belize City mit einem vorab gebuchten Shuttlebus direkt nach Flores. Am nächsten Tag brachen wir noch vor Sonnenaufgang nach Tikal auf – einer antiken Maya-Stadt, die im Dschungel im Norden des Landes verborgen liegt. Die ersten Gebäude entstanden schätzungsweise um 300 v. Chr. (die ersten Siedlungsspuren sind noch älter – aus dem 7. Jahrhundert v. Chr.), und heute ist Tikal eine der wichtigsten und größten archäologischen Stätten der Maya und gehört zum UNESCO-Welterbe. Auf dem Gelände liegen unter anderem 6 Tempel, 5 Plätze, 6 Komplexe und 3 Akropolen – und ringsum wächst ein üppiger Dschungel voller Tiere. Guatemala hat weniger Ruinen als Mexiko, aber Tikal ist mit Abstand die beeindruckendste Anlage, die wir gesehen haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Flores – ein Städtchen auf einer Insel
  2. Anfahrt im Morgengrauen und Tickets
  3. Dschungel und Tiere
  4. Der Große Platz – der Jaguartempel und die Akropolen
  5. Auf den Spitzen der Pyramiden
  6. Praktische Informationen

Flores – ein Städtchen auf einer Insel

Unsere Basis war die Isla de Flores – eine kleine Insel im Petén-Itzá-See, über einen Damm mit dem Festland verbunden, mit bunten Häusern direkt am Wasser. Von hier fahren im Morgengrauen die Transfers nach Tikal, deshalb ist das der bequemste Ort für die Übernachtung vor dem Besuch der Ruinen.

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Anfahrt im Morgengrauen und Tickets

Wir buchten einen Transfer bei der Firma Mayan World: Abfahrt von der Insel um 4:30 Uhr, Rückfahrt um 14:00 Uhr. So waren wir schon vor der Öffnung der Ticketschalter da, gegen 6:00 Uhr. Die Anlage ist groß, und die Entfernungen zwischen den einzelnen Teilen der Stadt sind ziemlich weit – wir waren über 5 Stunden unterwegs, und wäre der Rückbus nicht zu einer festen Zeit gefahren, wären wir gern länger geblieben, obwohl wir fast alles gesehen haben.

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Dschungel und Tiere

Die Ruinen liegen mitten im Dschungel, und der frühe Morgen ist die beste Zeit, um Wildtieren zu begegnen. Auf den Wegen und Steinen tummelten sich Nasenbären, wir sahen auch Vögel und Affen. Mit etwas Glück sieht man hier auch Tukane, Quetzals und vielleicht sogar Spuren eines Jaguars.

Zwischen den Tempeln geht man auf Waldpfaden, sodass man unterwegs auch Pflanzen und Insekten aus der Nähe betrachten kann.

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Der Große Platz – der Jaguartempel und die Akropolen

Das bekannteste und markanteste Bauwerk von Tikal ist der Tempel des Großen Jaguars am Großen Platz. Ihm gegenüber erhebt sich der Tempel der Masken, und an den Seiten des Platzes liegen Akropolen mit Dutzenden kleinerer Tempel, Plattformen und Treppen.

Die Nordakropolis ist ein Gewirr aus Bauten, die über Jahrhunderte übereinander errichtet wurden. Zwischen den Steinen sind unter anderem große Masken mit Reliefs erhalten.

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Auf den Spitzen der Pyramiden

Interessant ist, dass man auf einige Pyramiden hinaufsteigen kann – nicht über die antiken Stufen, sondern über Holztreppen, die direkt daneben gebaut wurden. Von oben hat man ein wunderschönes Panorama über den Dschungel des Petén, aus dem hier und da die Spitzen anderer Tempel herausragen.

Von Flores fuhren wir nach Süden, nach Semuc Champey.

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Praktische Informationen

  • Transfer von Flores nach Tikal – Firma Mayan World, 100 GTQ (ca. 12 €) hin und zurück; Abfahrt von der Insel Flores um 4:30 Uhr, Rückfahrt um 14:00 Uhr (Dezember 2023).
  • Tickets – ein normales Eintrittsticket kostete 150 GTQ (ca. 17 €); für zusätzliche 100 GTQ (ca. 12 €) kann man ein Ticket für Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang dazukaufen.
  • Wie viel Zeit? Für die Besichtigung solltest du mindestens 5 Stunden einplanen – wir haben fast alles gesehen, aber ohne Eile bräuchte man mehr.
  • Tageszeit – je früher, desto besser: Morgens ist die Chance, Tiere zu sehen, viel größer.
  • Preise in Guatemala – es war teurer, als wir erwartet hatten (teurer als in Polen oder Mexiko), aber immer noch günstiger als in Belize. Öffentliche Busse sind billig, Shuttlebusse bezahlbar, und das Essen in Restaurants ist gut und preiswert.
  • El Mirador – die größte bisher entdeckte Maya-Pyramide steht weder in Tikal noch in Chichén Itzá, sondern in El Mirador, nördlich von Tikal, nahe der Grenze zu Mexiko. Der Fußweg dorthin dauert zwei Tage pro Richtung durch halbwildes Gelände – wegen unseres knappen Zeitplans haben wir das gar nicht erst in Betracht gezogen.
Miniatura filmu: Tikál – starożytne miasto Majów w dżungli na północy Gwatemali + Isla de Flores6:47
Video (auf Polnisch): Tikál – starożytne miasto Majów w dżungli na północy Gwatemali + Isla de Flores

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