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Ort: Nordamerika  MexikoReisejahr: 2023

Von Cozumel kehrten wir aufs Festland zurück und wohnten vom 30. November bis zum 5. Dezember 2023 in Tulum. Von hier aus besichtigten wir die Maya-Ruinen auf einer Klippe über dem Karibischen Meer, die Strände der Umgebung, die nahen Ruinen von Cobá und die kostenlosen Cenoten in Chemuyil – und unterwegs standen wir vor dem Dilemma des Strandes von Akumal, der für seine Schildkröten berühmt ist. Eine Zusammenfassung dieser Tage gibt es auch in meinem Video:

Miniatura filmu: Tulum – ruiny starożytne, plaże, cenote w Chemuyil, wyprawa rowerem (Quintana Roo, Meksyk)4:29
Video (auf Polnisch): Tulum – ruiny starożytne, plaże, cenote w Chemuyil, wyprawa rowerem (Quintana Roo, Meksyk)

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Maya-Ruinen von Tulum
  2. Die Strände Santa Fe und Paraíso
  3. Kostenlose Cenoten in Chemuyil
  4. Akumal – der Schildkrötenstrand, den wir nicht besucht haben
  5. Tulum vor Weihnachten
  6. Praktische Informationen

Die Maya-Ruinen von Tulum

Den ersten Dezembertag begannen wir mit der antiken Maya-Stadt Tulum. Wir gingen 45 Minuten zu Fuß dorthin – ein Colectivo kostet 50 MXN (ca. 2,80 €), ein ADO-Bus 70 MXN (ca. 3,70 €), und der hält außerdem 800 Meter von den Ruinen entfernt. Tulum war eine der letzten von den Maya bewohnten Städte; dank der Lage am Meer blühte hier der Handel, und ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 13. und 14. Jahrhundert.

Die Anlage ist nicht groß – der Rundgang samt Filmen und Fotografieren dauerte bei uns zwei Stunden. Besonders macht sie ihre Lage: Zu einem Teil der Bauten führt ein Weg entlang der Klippe, von dem man einen wunderschönen Blick auf das türkisfarbene Meer hat. Über der Klippe thront der Tempel El Castillo.

Die meisten Besucher dürften problemlos Leguane zu sehen bekommen – sie sonnen sich praktisch überall auf den Mauern und Felsen.

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Die Strände Santa Fe und Paraíso

Der Strand direkt unter den Ruinen (Playa Ruinas) war leider gesperrt, also gingen wir nach der Besichtigung zum öffentlichen Strand Playa Santa Fe – von den Ruinen sind es nur ca. 1 km. Am Ufer lagen dort allerdings jede Menge Boote, die Touristen zum Schnorcheln mitnehmen, also gingen wir auf der Suche nach einem besseren Platz zum Schwimmen weiter bis zur Playa Paraíso.

An der Playa Paraíso war es nicht voll, auch wenn sich leider ziemlich viele Schlepper herumtrieben. Die Wellen machten Spaß, das Wasser war warm, und ein kurzer, heftiger Regenguss putzte nur den Himmel frei. Danach lag eine Stunde Fußmarsch in der Hitze zurück zum Apartment vor uns – jetzt verstanden wir, warum hier so viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs sind.

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Kostenlose Cenoten in Chemuyil

Cenoten sind natürliche Karstbrunnen – mit Wasser gefüllte Höhlen und Dolinen, die entstanden sind, als der Kalksteinboden eingestürzt ist (mehr darüber im Beitrag über die Cenoten rund um Valladolid). In der Nähe von Tulum gibt es auch Cenoten, die man kostenlos besuchen kann – Michał und Alicja schickten uns die Standorte von dreien davon in Ciudad Chemuyil und Chan Chemuyil. Man erreicht sie mit jedem Colectivo Richtung Playa del Carmen. Am Eingang hängt eine von der örtlichen Gemeinde aufgestellte Cenoten-Ordnung.

Wir fuhren an einem Sonntag hin – in Mexiko ein freier Tag –, also trafen wir in jeder Cenote viele Einheimische und in der ersten, zu einer ungünstigen Uhrzeit, eine regelrechte Menschenmenge. Alle drei waren interessant: Eine lag in einer Höhle, in die zweite konnte man hineinspringen, und die dritte hatte eine Unterwasserhöhle. Wir entkamen dem Kommerz und spürten die echte Atmosphäre Mexikos.

An den Cenoten mangelt es nicht an wilden Tieren – wieder begegneten wir Leguanen. Zum Schluss bot uns eine Gruppe Mexikaner an, uns von der letzten Cenote zurück nach Tulum mitzunehmen – und spendierte uns obendrein ein Bier.

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Akumal – der Schildkrötenstrand, den wir nicht besucht haben

Dieser Tag sollte eigentlich anders aussehen: Seit Beginn unseres Aufenthalts hatten wir geplant, zum Strand von Akumal zu fahren und kostenlos hineinzukommen – man kommt vor allem hierher, um die Meeresschildkröten zu sehen, die hier schlüpfen und leben. Schon im Colectivo lasen wir jedoch, dass der Ort innerhalb weniger Jahre stark kommerzialisiert wurde und der Zugang zum Strand gesperrt ist und streng kontrolliert wird. Am Strand selbst wurden Zonen abgesteckt, in die man ohne Guide nicht hineinschwimmen darf, sodass für normales Schwimmen und Erholen nur sehr wenig Platz bleibt. Patrycja ging kurz hinein – kostenlos, mit Guide –, um zu sehen, wie es dort aussieht.

Wir wollten die Schildkröten unbedingt sehen, auch mit Guide, aber auf Schritt und Tritt wurde uns der Eintritt und das „Schwimmen mit Schildkröten“ so aufgedrängt, dass wir nicht einmal in Ruhe darüber nachdenken konnten. Rund um die Tiere ist eine touristische „Metropole“ entstanden, und die Einwohner arbeiten als Kassierer, Guides oder Schlepper. Es gibt zwar Regeln zum Schutz der Schildkröten – einen Mindestabstand, eine Höchstzahl an Personen pro Tier und einen besucherfreien Tag –, aber wie so oft in Mexiko hält sich kaum jemand daran: Eine Tour nach der anderen schwimmt ganz nah an die Schildkröten heran. Eine Stunde Schwimmen mit Schildkröten inklusive Strandeintritt kostete ca. 520–550 MXN (ca. 28–29 €), der Strandeintritt allein 125 MXN (ca. 6,70 €).

Korallenriff, Fische, Rochen und eine Schildkröte hatten wir schon auf Cozumel gesehen, und mit gemischten Gefühlen, was die Ethik dieses Ortes angeht, beschlossen wir, dieses Geschäft nicht zu unterstützen und nicht für den Zugang zum Meer zu bezahlen. Bis heute wissen wir nicht, wie sehr es hier wirklich um den Schutz der Schildkröten geht und wie sehr darum, an ihnen zu verdienen – stattdessen fuhren wir zu den kostenlosen Cenoten.

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Tulum vor Weihnachten

Das Städtchen Tulum selbst war in der Vorweihnachtszeit toll geschmückt – im Parque Museo de la Cultura Maya standen Figuren der Minions, von Micky Maus und seinen Freunden und von Figuren aus „Die Eiskönigin“, daneben eine Weihnachtskrippe und ein Weihnachtsbaum, und vor dem Gebäude mit dem Tulum-Schriftzug leuchtende Rentiere mit dem Schlitten des Weihnachtsmanns und Fotowände mit Schneemännern.

Einen Abstecher lohnt auch die kostenlose Kunstgalerie Holistika Art Walk, auch wenn sie etwas abseits liegt.

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Praktische Informationen

  • Ruinen von Tulum: 58 MXN (ca. 3 €) Eintritt in den Nationalpark und 90 MXN (ca. 4,90 €) Eintritt zu den Ruinen; die Besichtigung dauert ca. 2 Stunden.
  • Anfahrt zu den Ruinen: zu Fuß aus dem Zentrum ca. 45 Minuten, Colectivo 50 MXN, ADO-Bus 70 MXN (Haltestelle 800 m von den Ruinen). Am bequemsten mit dem Fahrrad.
  • Strände: Die Playa Ruinas ist manchmal gesperrt; die öffentliche Playa Santa Fe liegt ca. 1 km von den Ruinen entfernt, weiter folgt die Playa Paraíso.
  • Cenoten in Chemuyil: kostenlos, erreichbar mit jedem Colectivo Richtung Playa del Carmen; sonntags viele Einheimische.
  • Akumal: Strandeintritt 125 MXN, eine Stunde Schwimmen mit Schildkröten inklusive Eintritt ca. 520–550 MXN.
  • Sicherheit: In den letzten Jahren hat die Kriminalität im Zusammenhang mit organisierten Gruppen in Tulum deutlich zugenommen, und die Stadt gilt nicht mehr als eine der sichersten an der Riviera Maya. Nach Einbruch der Dunkelheit fühlte ich mich hier nicht sicher, obwohl unsere Unterkunft nahe der Hauptstraße lag.
  • Preise: Stand Dezember 2023.

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