
Puebla war die zweite Stadt auf unserer Route durch Mexiko – nach sechs Tagen in Mexiko-Stadt, auf dem Weg nach Oaxaca. Wir besichtigten sie am 17. Oktober 2023, ein paar Stunden lang. Die Stadt wirkt klein, dabei leben hier rund anderthalb Millionen Menschen – mehr als in Warschau. Sie liegt ziemlich hoch, auf fast 2200 m ü. M., kaum tiefer als die Hauptstadt. Wir konzentrierten uns auf das historische Zentrum, und das war eine gute Wahl: Es hat unglaublich viel Atmosphäre.
2:07Inhaltsverzeichnis
- Das historische Zentrum – bunte Häuser und die Kathedrale
- Capilla del Rosario
- Vor dem Día de Muertos – Dekorationen und der Markt El Parián
- Mole poblano und Streetfood
- Praktische Informationen
Das historische Zentrum – bunte Häuser und die Kathedrale
Das historische Zentrum von Puebla gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe – von den Städten, die wir in Mexiko besucht haben (außer der Hauptstadt), kam es uns am stimmungsvollsten vor. Sein Herz ist der Platz mit der Kathedrale und ihren zwei hohen Türmen. Als wir dort waren, standen vor der Kathedrale riesige Figuren eines Charro-Reiters und einer Tänzerin in einem traditionellen, weiten Kleid. Vom Platz gehen Straßen mit bunten Häusern ab – rot, gelb und blau, mit schmiedeeisernen Balkonen, Lichterketten und Kirchenkuppeln im Hintergrund. Am schönsten schlendert man ohne Plan durch sie hindurch.
Capilla del Rosario
Im Zentrum befindet sich eines der größten Meisterwerke sakraler Kunst in Mexiko – die Capilla del Rosario (Rosenkranzkapelle) in der Kirche Santo Domingo. Es ist eine Barockkapelle vom Ende des 17. Jahrhunderts, in der fast jeder Teil der Wände und des Gewölbes mit vergoldeten Ornamenten und Skulpturen bedeckt ist. Schon ein kurzer Besuch beeindruckt enorm.

Vor dem Día de Muertos – Dekorationen und der Markt El Parián
Es war Mitte Oktober, und die Stadt bereitete sich schon auf den Día de Muertos (Tag der Toten) vor. Über den Fußgängerzonen hingen bunte Scherenschnitte aus Seidenpapier – papel picado –, und in vielen Geschäften konnte man Kostüme und Dekorationen für das Fest bewundern. Den Tag der Toten selbst verbrachten wir zwei Wochen später in San Cristóbal de las Casas.

Im Zentrum gibt es auch einen Kunsthandwerksmarkt – El Parián, mit einer Reihe von Ständen unter Arkaden. Hier kann man bestickte Kleidung, Souvenirs und Keramik kaufen.
Mole poblano und Streetfood
Puebla ist für seine traditionelle Küche berühmt, und das bekannteste Gericht ist Mole poblano – Fleisch (meist Hähnchen) in einer dicken, dunklen Soße mit Schokolade, Chili und Gewürzen, bestreut mit Sesam. Natürlich mussten wir es probieren – Fleisch mit Schokolade klingt seltsam, schmeckt aber ganz gut. Die Küche von Puebla und Oaxaca fanden wir übrigens die beste in Mexiko. Leider begann genau hier die Lebensmittelvergiftung, mit der wir dann weiter nach Oaxaca fuhren. Neben den Restaurants gibt es im Zentrum jede Menge Streetfood.

Praktische Informationen
- Anreise – von Mexiko-Stadt etwa 3 Stunden mit dem Bus.
- Wie viel Zeit? Für das historische Zentrum reichen ein paar Stunden – wir haben hier auf dem Weg von Mexiko-Stadt nach Oaxaca einen Tag Halt gemacht.
- Sicherheit – im historischen Zentrum fühlten wir uns sicher, und abends ist dort viel los. Das gilt aber nur für das Zentrum: Auf dem Weg vom und zum Busbahnhof kamen wir durch schäbige, heruntergekommene Straßen.
- Höhe – die Stadt liegt auf fast 2200 m ü. M., ähnlich wie Mexiko-Stadt.
- Mehr über unsere ganze Route durch Mexiko im Beitrag Mexiko in 65 Tagen – Fazit der Reise.






