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Ort: Europa  TschechienReisejahr: 2025

Prag war der Auftakt unserer Sommerreise nach Tschechien. Wir kamen am 18. Juli 2025 zu fünft an: Artur, Michał, Krzysiek, Oliwia und ich. In zwei Tagen sahen wir praktisch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt – die Altstadt mit der astronomischen Uhr, die Karlsbrücke, den Hradschin mit dem Veitsdom und dem Goldenen Gässchen, die Hügel Petřín und Letná, das Nationalmuseum – und dazu noch etwas völlig Neues: ein Bad im Bier-Spa.

Es war mein dritter Besuch in der tschechischen Hauptstadt – irgendwie ergibt es sich, dass ich alle 10 Jahre einmal hier vorbeischaue. Nach Prag fuhren wir für vier Tage in die Berge, in die Böhmische Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Altstadt und die astronomische Uhr
  2. Die Karlsbrücke und die Moldau
  3. Der Hradschin – Burg, Veitsdom und Goldenes Gässchen
  4. Petřín und Letná – Prag von oben
  5. Das Nationalmuseum am Wenzelsplatz
  6. Das Museum Film Legends
  7. Bier-Spa – ein Bad in Malz und Hopfen
  8. Smažený sýr und Knödel
  9. Praktische Informationen

Die Altstadt und die astronomische Uhr

Wir begannen mit einem Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt. Bunte Bürgerhäuser, Restaurantterrassen und Touristenmassen – im Hochsommer findet man hier kaum einen ruhigen Moment, aber die Atmosphäre des Ortes wirkt trotzdem.

Das Herz dieses Stadtteils ist der Altstädter Ring. Über den Häusern ragen die zwei Türme der gotischen Teynkirche auf, und auf der anderen Seite des Platzes steht der Rathausturm.

Am Rathausturm befindet sich die berühmte astronomische Uhr, der Orloj, aus dem 15. Jahrhundert – ein Pflichtpunkt bei jedem Spaziergang durch die Altstadt.

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Die Karlsbrücke und die Moldau

Von der Altstadt auf die Kleinseite gingen wir über die Karlsbrücke – eine gotische Brücke aus dem 14. Jahrhundert, geschmückt mit barocken Statuen. Von ihr hat man einen schönen Blick auf die Moldau und das Stadtpanorama. An beiden Enden der Brücke stehen gotische Brückentürme.

Tagsüber ist es auf der Brücke wirklich voll – man braucht Geduld, um von einem Turm zum anderen zu kommen.

Am Abend gingen wir hinunter an die Moldau. In der untergehenden Sonne sahen die Karlsbrücke, das Nationaltheater und die Legionenbrücke ganz anders aus als in der Mittagshitze.

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Der Hradschin – Burg, Veitsdom und Goldenes Gässchen

Von der Kleinseite stiegen wir auf den Hradschin – den Hügel mit dem Komplex der Prager Burg. Die Türme des Doms sieht man schon vom Kleinseitner Ring aus, und je höher man kommt, desto schöner wird der Blick auf die roten Dächer der Stadt.

In die Burg gelangt man durch ein von Wachen bewachtes Tor, über dem Statuen kämpfender Giganten stehen.

Am meisten beeindruckt der monumentale Veitsdom. Wenn man unter seiner Fassade steht, muss man den Kopf weit in den Nacken legen, um die Türme zu sehen.

Auf dem Burggelände gibt es noch einiges mehr zu sehen, unter anderem die Georgsbasilika mit ihrer roten Fassade und die weiße Heilig-Kreuz-Kapelle in einem der Höfe.

Wir gingen auch ins Goldene Gässchen – eine malerische Gasse mit bunten Häuschen ehemaliger Goldschmiede. In einem davon wohnte eine Zeit lang Franz Kafka.

Vor dem Burgtor erstreckt sich der Hradschiner Platz mit dem Masaryk-Denkmal und Blick auf die Stadt. Am Platz steht unter anderem das Palais Schwarzenberg mit seiner Sgraffito-Fassade.

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Petřín und Letná – Prag von oben

Am zweiten Tag spazierten wir über die zwei Hügel, von denen man Prag am besten sieht. Auf der Letná steht ein riesiges Metronom, aufgestellt an der Stelle des einstigen Stalin-Denkmals. Heute ist es ein beliebter Aussichtspunkt und Treffpunkt.

Von der Letná sieht man die Moldaubrücken, eine hinter der anderen.

Auf dem Petřín steht ein Aussichtsturm, der an einen Eiffelturm im Miniaturformat erinnert. Von den Hängen des Petřín blickt man auf ein Meer roter Dächer, die Kuppel der Nikolauskirche auf der Kleinseite und die Altstadt auf der anderen Flussseite.

Auf dem Petřín machten wir auch ein Gruppenfoto von uns fünf.

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Das Nationalmuseum am Wenzelsplatz

Den zweiten Tag begannen wir im imposanten Nationalmuseum, dessen Gebäude das obere Ende des Wenzelsplatzes abschließt.

Schon das Innere ist beeindruckend – ein prachtvolles Treppenhaus, Galerien mit Säulen und eine verglaste Kuppel mit Malereien.

Wir bestaunten archäologische Sammlungen, Mineralien, ausgestopfte Tiere und Rekonstruktionen prähistorischer Säugetiere. Die Mineraliensammlung füllt ganze Vitrinen, und manche Stücke schillern in allen Farben des Regenbogens.

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Das Museum Film Legends

Wir besuchten auch das Museum Film Legends, das uns in die Welt des Kinos und berühmter Filmfiguren entführte.

In der Ausstellung gibt es Figuren und Büsten von Helden bekannter Filme – von Harry Potter, Voldemort und Dobby über Gollum und Gandalf bis zu den Superhelden aus Marvel- und DC-Filmen.

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Bier-Spa – ein Bad in Malz und Hopfen

Ein einzigartiges Erlebnis war das Bier-Spa (Original Beer Spa). Wir badeten in Holzbottichen mit einer heißen Mischung aus Malz, Hopfen und Hefe – den Zutaten, aus denen Bier gebraut wird.

Eine Stunde lang konnten wir uns unbegrenzt helles und dunkles Krušovice direkt aus dem Fass zapfen, aus einem Hahn neben dem Bottich. Das kostete knapp 70 € pro Person. Entspannung und Atmosphäre waren wirklich unvergesslich – für uns etwas völlig Neues, und wir können es nur empfehlen.

Im selben Raum gibt es neben den Bottichen auch ein breites, mit Heu ausgelegtes Bett.

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Smažený sýr und Knödel

Wir probierten auch lokale Spezialitäten. Smažený sýr ist panierter, frittierter Käse, meist mit Pommes oder Brot serviert – einfach, sättigend und in Tschechien sehr beliebt.

Natürlich gab es auch Knödel (knedlíky) – traditionelle böhmische Knödel, gedämpft oder in Wasser gekocht, aus Mehl, Kartoffeln oder Semmeln. Sie sind fluffig und passen perfekt zu Fleisch mit Soße wie Gulasch oder Braten. Dazu natürlich tschechisches Bier – und zwar verschiedener Marken.

Nach Prag fuhr Michał nach Hause, und wir anderen fuhren für vier Tage in die Böhmische Schweiz.

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Praktische Informationen

  • Wie viel Zeit – zwei volle Tage reichen, um praktisch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen.
  • Plan für zwei Tage – am ersten Tag: vormittags das Bier-Spa, Film Legends, die Altstadt, die Karlsbrücke, die Kleinseite und gegen Abend der Hradschin, zum Abschluss ein Spaziergang an der Moldau. Am zweiten Tag: Nationalmuseum, noch einmal die Gegend um die Karlsbrücke, Letná und Petřín.
  • Bier-Spa – eine Stunde im Bottich mit unbegrenztem Krušovice-Bier kostete knapp 70 € pro Person (Stand Juli 2025).
  • Wetter – zeitweise fast zu gut: An einem Tag hatten wir 31 °C in praller Sonne.
  • Menschenmassen – auf der Karlsbrücke, dem Altstädter Ring und im Goldenen Gässchen musst du im Sommer mit Gedränge rechnen.

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