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Ort: Afrika  ÄgyptenReisejahr: 2008~7 Min. Lesezeit

Im August 2008 bin ich mit meinen Eltern nach Ägypten geflogen. Wir wohnten in Hurghada am Roten Meer und machten von dort Ausflüge: nach Luxor mit dem Tal der Könige und dem Tempel von Karnak, nach Kairo mit den Pyramiden von Gizeh und Sakkara und mit Quads in die Wüste vor der Stadt. Der Beitrag ist nach Orten gegliedert, am Ende stehen praktische Tipps.

Inhaltsverzeichnis

  1. Hurghada – das Rote Meer und das U-Boot Sindbad
  2. Luxor – die Memnonkolosse und der Tempel der Hatschepsut
  3. Das Tal der Könige
  4. Der Nil in Luxor
  5. Der Tempel von Karnak
  6. Der Luxor-Tempel
  7. Die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx
  8. Sakkara – die Stufenpyramide des Djoser
  9. Kairo – die Zitadelle und die Muhammad-Ali-Moschee
  10. Quads und Buggys in der Wüste bei Hurghada
  11. Praktische Informationen

Hurghada – das Rote Meer und das U-Boot Sindbad

Hurghada liegt an der Westküste des Roten Meeres. Innerhalb weniger Jahrzehnte wuchs es von einem kleinen Fischerdorf zu einem der größten Badeorte Ägyptens heran, mit Hotels entlang der Küste, Häfen und Basaren. Zwischen den Ausflügen erholten wir uns am Meer und liefen durch die Stadt.

Eine der Attraktionen von Hurghada ist eine Fahrt mit dem U-Boot Sindbad. Man steigt durch eine runde Luke ein, und nach dem Abtauchen sieht man durch die seitlichen Fenster Fischschwärme über dem sandigen Grund.

In der Stadt gibt es viele Basare und Souvenirläden mit Papyrus, Pharaonenfiguren, Gewürzen und Kleidung. Auf dem Foto: der Cleopatra Bazar.

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Luxor – die Memnonkolosse und der Tempel der Hatschepsut

Von Hurghada nach Luxor sind es etwa 300 km. Die Stadt liegt an der Stelle des antiken Theben, der Hauptstadt Ägyptens im Neuen Reich. Am Westufer des Nils, wo die Pharaonen bestattet wurden, hielten wir zuerst an den Memnonkolossen – zwei etwa 18 m hohen Statuen des Pharaos Amenophis III., die vor seinem Totentempel standen.

Ein Stück weiter, am Fuß der Felswand von Deir el-Bahari, steht der Totentempel der Königin Hatschepsut aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. – drei durch Rampen verbundene Terrassen, eingefügt in den Fels. Im Portikus der oberen Terrasse stehen Statuen der Königin als Osiris.

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Das Tal der Könige

Hinter den Hügeln über dem Tempel der Hatschepsut liegt das Tal der Könige – die Nekropole der Pharaonen des Neuen Reiches (etwa 1550–1070 v. Chr.). Hier wurden über 60 Gräber entdeckt, darunter das Grab des Tutanchamun, das Howard Carter 1922 fand. In die Gräber steigt man durch in den Fels gehauene Gänge hinab, deren Wände mit Malereien und Hieroglyphen bedeckt sind. Fotografieren war drinnen damals verboten, deshalb habe ich nur Bilder von außen.

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Der Nil in Luxor

Luxor liegt auf beiden Seiten des Nils: Am Ostufer ist die moderne Stadt mit den Tempeln von Luxor und Karnak, am Westufer die Nekropolen. Wir fuhren auch mit einem Boot auf dem Fluss und kamen an Feluken vorbei, traditionellen Holzsegelbooten mit Dreieckssegel.

An den Ufern ziehen sich Felder und Palmenhaine entlang – ein grüner Streifen, gleich dahinter beginnt die Wüste.

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Der Tempel von Karnak

Karnak ist die größte Tempelanlage des alten Ägypten und war vor allem dem Gott Amun geweiht. Sie wurde fast 2000 Jahre lang gebaut und erweitert. Zum ersten Pylon führt eine Allee widderköpfiger Sphingen – der Widder war das Tier des Amun.

Im ersten Hof stehen entlang der Mauern weitere widderköpfige Sphingen, und vor dem Durchgang in den weiteren Tempel eine Kolossalstatue, die Ramses II. zugeschrieben wird.

Dahinter liegt der Große Säulensaal – ein Wald aus 134 Säulen voller Reliefs. Die höchsten in der mittleren Reihe messen etwa 21 m.

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Der Luxor-Tempel

Im Stadtzentrum, direkt am Nil, steht der Luxor-Tempel, ebenfalls Amun geweiht. In der Antike verband ihn eine etwa 2,7 km lange Sphingenallee mit Karnak. 2008 wurde sie noch ausgegraben – die restaurierte Allee wurde 2021 eröffnet.

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Die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx

Der zweite große Ausflug führte nach Kairo, etwa 450 km von Hurghada entfernt. Wir begannen auf dem Plateau von Gizeh am Westrand der Stadt. Hier stehen die drei großen Pyramiden der Pharaonen der 4. Dynastie – Cheops, Chephren und Mykerinos. Die Cheops-Pyramide war ursprünglich etwa 146 m hoch und ist das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike.

In eine der Pyramiden kann man hineingehen. Hinein führt ein schmaler, niedriger Gang mit Holzleisten am Boden, durch den man tief gebückt geht. Unterhalb der Pyramiden liegt die Sphinx – ein aus dem Fels gehauener Löwe mit Menschenkopf, etwa 73 m lang und 20 m hoch.

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Sakkara – die Stufenpyramide des Djoser

Etwa 20 km südlich von Gizeh liegt Sakkara, die Nekropole der alten Hauptstadt Memphis. Ihr wichtigstes Bauwerk ist die Stufenpyramide des Djoser aus dem 27. Jahrhundert v. Chr., entworfen von Imhotep und als ältester monumentaler Steinbau der Welt angesehen. Sie hat sechs Stufen und ist etwa 62 m hoch. Den Bezirk betritt man durch ein Tor in der umgebenden Mauer.

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Kairo – die Zitadelle und die Muhammad-Ali-Moschee

In Kairo selbst besuchten wir die Zitadelle, mit deren Bau Saladin 1176 begann. Über ihren Mauern erhebt sich die Muhammad-Ali-Moschee, die Alabastermoschee, erbaut 1830–1848 nach dem Vorbild osmanischer Moscheen – mit großer Kuppel und zwei schlanken Minaretten. Im Hof steht ein überdachter Brunnen für die rituelle Waschung.

Innen überspannt eine große Kuppel den Gebetsraum, an der Wand steht der reich verzierte grün-goldene Minbar – die Kanzel, von der der Imam die Freitagspredigt hält. Vor dem Eintreten zieht man die Schuhe aus.

Von der Terrasse neben der Moschee bietet sich ein Panorama über Kairo mit Dutzenden Minaretten.

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Quads und Buggys in der Wüste bei Hurghada

Zum Abschluss fuhren wir in die Wüste hinter Hurghada, zwischen der Stadt und den Bergen der Östlichen Wüste. Wir fuhren Quads und Buggys über sandige Pisten – mit Tüchern vor dem Gesicht, denn der Staub von den Rädern ist überall.

Unterwegs hielten wir in einem Beduinendorf mit Unterständen aus Palmblättern, und zum Schluss gab es einen kurzen Ritt auf dem Kamel.

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Praktische Informationen

  • Ausflüge ab Hurghada: Bis Luxor sind es etwa 300 km, bis Kairo etwa 450 km – jeweils ganze Tage mit mehreren Stunden im Bus pro Richtung. Für Kairo mit Gizeh und Sakkara lohnt sich ein Zweitagesausflug.
  • Visum: Ein Touristenvisum bekommt man bei der Ankunft am Flughafen oder vorab online (e-Visa).
  • Hitze: Im August hat es in Luxor tagsüber über 40 °C. Besichtige am Vormittag und nimm Kopfbedeckung und viel Wasser mit.
  • Moscheen: Vor dem Betreten der Muhammad-Ali-Moschee zieht man die Schuhe aus, Schultern und Knie sollten bedeckt sein.
  • Fotos in den Gräbern: Früher war das Fotografieren in den Gräbern im Tal der Könige verboten, um die Malereien vor Blitzlicht zu schützen. Heute sind Fotos und Videos mit dem Handy kostenlos, für eine Profikamera, Videokamera oder ein Stativ kann eine eigene Genehmigung nötig sein.
  • Wüste: Für Quads und Buggys sind ein Tuch fürs Gesicht und eine Sonnenbrille praktisch.

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