
Nach München kam ich mehrmals zurück: 2006 und 2007 mit meiner Schwester, dann 2008 und im Winter 2012. In diesem Beitrag habe ich zusammengestellt, was sich in der bayerischen Hauptstadt lohnt: die Altstadt vom Turm aus, den Olympiapark, den Englischen Garten und den Botanischen Garten. Einen eigenen Teil bekommt die Allianz Arena: Ich sah sie 2006, besichtigte sie 2010 und erlebte dort 2012 ein Bayern-Spiel. Zum Schluss folgen zwei Orte für einen Tag mit Kindern: der Tierpark Hellabrunn und die Bavaria Filmstadt. Der letzte Teil dieses Beitrags gilt der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Bayerischen Alpen, Klammen, Schlösser und den Donaudurchbruch beschreibe ich separat.
Inhaltsverzeichnis
- Die Altstadt vom Alten Peter aus
- Der Stachus und die Altstadtgassen
- Der Olympiapark
- Ein Autohaus und BMW
- Der Englische Garten und der Botanische Garten
- Die Theresienwiese und die Bavaria
- Die Allianz Arena – ein Stadion aus Luftkissen
- Die Allianz Arena – eine Stadionführung
- Bayern – Wolfsburg 2:0 (28.01.2012)
- Bavaria Filmstadt
- Der Tierpark Hellabrunn
- Dachau – die KZ-Gedenkstätte bei München
- Praktische Informationen
Die Altstadt vom Alten Peter aus
Den besten Blick auf das Zentrum hat man vom Turm der Peterskirche, der ältesten der Stadt, genannt Alter Peter. Er ist etwa 91 m hoch, und rund 300 Stufen führen zur Plattform. Von oben sieht man den Marienplatz und das Neue Rathaus mit dem Glockenspiel, dessen Figuren mehrmals am Tag tanzen.
Wahrzeichen der Stadt sind die zwei Kuppeltürme der Frauenkirche. Der Dom wurde im 15. Jahrhundert erbaut, seine Türme sind fast 100 m hoch.

Der Stachus und die Altstadtgassen
Unseren Spaziergang begannen wir am Brunnen auf dem Karlsplatz, den die Münchner Stachus nennen. In den Altstadtgassen steht die Hundskugel, eines der ältesten Gasthäuser Münchens.
Der Olympiapark
2007 fuhren wir zum Olympiapark, der für die Spiele von 1972 gebaut wurde. Sein Markenzeichen sind das Zeltdach des Stadions und der etwa 291 m hohe Olympiaturm. Der Olympiaberg, auf dem wir unsere Fotos machten, wurde aus dem Schutt der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt aufgeschüttet.
Ein Autohaus und BMW
Am selben Tag schauten wir in ein Autohaus in München, in dem u. a. Ferrari, Maserati, Bentley und Lamborghini standen.
München ist auch der Sitz von BMW. Das Hochhaus in Form von vier Zylindern steht direkt neben dem Olympiapark. Es ist 101 m hoch, wurde vom österreichischen Architekten Karl Schwanzer entworfen und 1973 eröffnet, zusammen mit dem benachbarten schüsselförmigen BMW Museum.

Auf der anderen Straßenseite steht die BMW Welt, ein 2007 eröffneter Bau von Coop Himmelb(l)au mit markantem Doppelkegel unter dem geschwungenen Dach. Sie ist Ausstellungsraum und zugleich der Ort, an dem Kunden ihre neuen Autos abholen. Der Eintritt in die BMW Welt ist frei, das Museum kostet Eintritt, man kann also auch nur kurz beim Spaziergang durch den Olympiapark vorbeischauen.
Das Beste ist, dass man die Exponate nicht nur hinter Glas sieht: Auf die Motorräder und in viele Autos darf man sich setzen und sich den Innenraum ansehen.
Der zweite Teil der Ausstellung dreht sich um Technik: Motorschnitte, ein Formel-1-Lenkrad und interaktive Stationen mit Modellen und Touchscreens.
Der Englische Garten und der Botanische Garten
München ist die Hauptstadt Bayerns und die drittgrößte Stadt Deutschlands. Am ersten Tag, dem 1. Juli 2016, ging ich in den Englischen Garten – einen der größten Stadtparks der Welt (etwa 375 ha), angelegt ab 1789. In seiner Mitte steht der hölzerne Chinesische Turm, eine 25 m hohe Pagode von 1789–1790. 1944 brannte er nach einem Luftangriff ab; der heutige Turm ist eine Rekonstruktion von 1952. Rund um ihn liegt ein Biergarten mit 7.000 Plätzen, in dem Bier der Brauerei Hofbräu ausgeschenkt wird, auch als Maß.
Am Abend lief ich durch die Altstadt. Wenige Schritte vom Marienplatz entfernt liegt das Lokal Zum Spöckmeier mit Bier von Paulaner – einer der sechs Münchner Brauereien, die ihr Bier auf dem Oktoberfest ausschenken.
Im Winter lohnen sich die Gewächshäuser des Botanischen Gartens München-Nymphenburg mit Kakteen, Orchideen und tropischen Schmetterlingen.
Die Theresienwiese und die Bavaria
Am nächsten Tag ging ich auf die Theresienwiese – den Platz, auf dem jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet. Über ihm steht die 18,52 m hohe Bronzestatue der Bavaria, der Personifikation Bayerns. Modelliert hat sie Ludwig Schwanthaler, den Guss leitete Ferdinand von Miller, enthüllt wurde sie 1850. Hinter der Statue steht die Ruhmeshalle nach Plänen von Leo von Klenze mit Büsten bedeutender Bayern. Über eine Wendeltreppe kann man bis in den Kopf der Bavaria steigen.

Die Allianz Arena – ein Stadion aus Luftkissen
Die Allianz Arena gehört zu den bekanntesten Stadien der Welt. Ich sah sie 2006 kurz nach der Weltmeisterschaft, besichtigte sie 2010 und erlebte hier 2012 ein Bundesligaspiel.
Das Stadion wurde 2005 im Norden Münchens eröffnet. Es fasst etwa 75.000 Zuschauer, und seine Fassade besteht aus fast 3000 Kunststoffkissen, die nachts leuchten. 2006 fanden hier WM-Spiele statt, 2024 das Eröffnungsspiel der EM. Bis 2017 teilten es sich der FC Bayern und der TSV 1860.
Die Allianz Arena – eine Stadionführung
Am 21. Juli 2010 besichtigte ich das Stadion mit einer Führung. Die Route führt über die Tribünen und hinter die Kulissen, u. a. in die Kabine mit roten Spinden.

Bayern – Wolfsburg 2:0 (28.01.2012)
Am 28. Januar 2012 sah ich in der Allianz Arena das Bundesligaspiel Bayern gegen VfL Wolfsburg, das die Gastgeber 2:0 gewannen. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet die Fassade rot, wenn der FC Bayern spielt.
Bavaria Filmstadt
Im Sommer 2006 verbrachte ich die Ferien mit meiner Schwester in Bayern. Neben den Sehenswürdigkeiten hat München zwei Orte, die sich besonders mit Kindern oder an einem bewölkten Tag eignen: den Tierpark Hellabrunn und die Filmstudios der Bavaria Filmstadt.

In Geiselgasteig im Süden der Stadt liegen einige der größten Filmstudios Europas. Hier entstanden u. a. „Das Boot“ von Wolfgang Petersen und „Die unendliche Geschichte“. Die Führung beginnt mit einer Bahnfahrt.
Auf der Route stehen Kulissen und Requisiten aus Filmen, darunter futuristische Innenräume und märchenhafte Szenerien.

Auf dem Rundgang sieht man Requisiten aus der „Unendlichen Geschichte“ von 1984, die in diesen Studios gedreht wurde. Man kann sich neben den Glücksdrachen Fuchur stellen, und ein Stück weiter sitzt der Felsenbeißer Pjörnrachzarck.
Der Tierpark Hellabrunn
Der Tierpark Hellabrunn wurde 1911 an der Isar eröffnet. Er gilt als erster Geo-Zoo der Welt, in dem die Tiere nach Kontinenten gezeigt werden. Das Gelände ist grün und weitläufig, ein Rundgang dauert den größten Teil des Tages.
Dachau – die KZ-Gedenkstätte bei München
Am 27. Januar 2012 fuhr ich nach Dachau. Vom Münchner Hauptbahnhof dauert die Fahrt mit der S2 etwa 25 Minuten, zur Gedenkstätte geht es mit dem Bus 726 weiter.
Das Lager entstand am 22. März 1933, wenige Wochen nach Hitlers Machtübernahme. Heinrich Himmler kündigte es in der Presse an, und die ersten rund 200 Häftlinge kamen aus dem Gefängnis Stadelheim in München und der Festung Landsberg. Dachau war eines der ersten Lager im Dritten Reich und Vorbild für spätere.
Durch das Lager und seine Außenlager gingen über 200.000 Menschen aus mehr als 40 Ländern, und mindestens 41.500 starben oder wurden ermordet. Im Krieg bildeten Polen die größte Gruppe. Hier waren auch rund 2700 Geistliche inhaftiert, die meisten Polen. Amerikanische Truppen befreiten das Lager am 29. April 1945.
Das Lager betrat man durch das Jourhaus mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ am Tor. Von den Baracken wurden nur zwei rekonstruiert, die übrigen markieren niedrige, mit Kies gefüllte Betonumrandungen.
Hinter dem Lagerzaun steht das Krematorium von 1942. Im selben Gebäude befindet sich eine Gaskammer, die den verfügbaren Quellen zufolge nicht zum Massenmord genutzt wurde. Davor steht ein Stein mit der Inschrift „Denket daran wie wir hier starben“.
Die Gedenkstätte wurde im Mai 1965 auf Initiative ehemaliger Häftlinge eröffnet. Auf dem Gelände stehen mehrere religiöse Orte: die katholische Todesangst-Christi-Kapelle von 1960, angeregt vom ehemaligen Häftling Johannes Neuhäusler, die jüdische Gedenkstätte von 1967, die evangelische Versöhnungskirche und ein Karmelitinnenkloster. In der russisch-orthodoxen Kapelle hängt eine Ikone, die Christus zeigt, wie er Häftlinge aus dem Lagertor führt.
Praktische Informationen
- Alter Peter: Einen Aufzug gibt es nicht, der Aufstieg kostet Eintritt.
- Olympiapark: mit der U3 bis Olympiazentrum.
- Hellabrunn: mit der U3 bis Thalkirchen.
- Bavaria Filmstadt: Führungszeiten stehen auf der Website des Studios.
- München: Der Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten kostet keinen Eintritt. Auf der Theresienwiese unter der Bavaria findet von Mitte September bis Anfang Oktober das Oktoberfest statt.
- Allianz Arena, Anfahrt: mit der U6 bis Fröttmaning, von dort etwa 15 Minuten zu Fuß.
- Allianz Arena, Führungen: Termine und Tickets auf der Website des Stadions; an Spieltagen ist die Route oft eingeschränkt.
- KZ-Gedenkstätte Dachau: Der Eintritt ist frei. Von München fährt man mit der S2 nach Dachau, dann mit dem Bus.
































































