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Ort: Europa  NorwegenReisejahr: 2023

Nach sechs Jahren fuhren wir wieder zusammen nach Norwegen – für eine Woche (23.–30.06.2023), zu Besuch bei Michał und Patrycja in Stavanger. Zum ersten Mal waren wir 2017 am Preikestolen, und ich kam 2021 noch einmal zurück (Beitrag über Stavanger). Diesmal war das Hauptziel die Trolltunga – und zwar mit Übernachtung im Zelt direkt daneben. Zur Trolltunga gingen wir zusammen mit Jarek. Was wir in dieser Woche sonst noch in der Gegend gesehen haben (u. a. den Dalsnuten), beschreibe ich im Beitrag über Stavanger.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist die Trolltunga
  2. Anfahrt und Weg – 30 km und Schnee im Juni
  3. Eine Nacht im Zelt an der Trolltunga
  4. Auf der Trollzunge kurz vor Mitternacht
  5. Praktische Informationen

Was ist die Trolltunga

Die Trolltunga („Trollzunge“) ist ein zungenförmiger Felsen, der auf etwa 1100 m ü. M. über einen Abgrund ragt, hoch über dem See Ringedalsvatnet in der Nähe der Stadt Odda. Sie ist eine der Hauptattraktionen und ein Aushängeschild Norwegens – Fotos von ihrer Kante sind spektakulär, auch wenn sie natürlich gefährlicher aussehen, als es in Wirklichkeit ist. Es lohnt sich auch, ein Stück von der Menge wegzugehen und einfach den Blick auf den von verschneiten Bergen umgebenen See zu genießen.

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Anfahrt und Weg – 30 km und Schnee im Juni

Wir fuhren mit einem Mietwagen um 10:00 Uhr morgens in Stavanger los und kamen am späten Abend des nächsten Tages zurück. Den Weg begannen wir am Parkplatz P2. Schon am Anfang sieht man unten den See Ringedalsvatnet.

Den größten Teil der Höhenmeter macht man auf dem kürzesten Abschnitt – der Aufstieg ist steil und mit schweren Rucksäcken ganz schön anstrengend. Weiter oben mussten wir trotz Ende Juni immer wieder über Schneefelder. Dafür erwischten wir super Wetter: etwa 22 °C, viel Sonne und wenig Wind – am nächsten Tag waren es nur noch etwa 17 °C mit ziemlich viel Regen. Der Schnee war stark verdichtet, deshalb schmolz er trotz der Wärme nicht.

Hin und zurück kamen wir auf etwa 30 km und insgesamt etwa 1200 m Höhenunterschied, deshalb dauerte die Wanderung länger als gedacht. Die Aussicht unterwegs entschädigt aber für die Mühe.

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Eine Nacht im Zelt an der Trolltunga

An der Trolltunga schliefen wir im Zelt. Norwegen ist beim Wildcampen recht liberal (das Jedermannsrecht – allemannsretten), aber nicht überall ist es erlaubt – unterwegs kamen wir an Karten mit empfohlenen Zeltplätzen vorbei. Direkt an den Zelten hatten wir solche Aussichten:

Die Nacht war sehr kalt, tagsüber war es dafür warm und sonnig – bis zu 22 Grad. Wir hatten großes Glück, dass die einzigen so sonnigen Tage der Reise genau auf diese zwei Tage der anspruchsvollen Wanderung fielen. Am Himmel erschien auch gebrochenes Licht – eine Nebensonne.

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Auf der Trollzunge kurz vor Mitternacht

An der Trolltunga selbst kamen wir kurz vor Mitternacht an. Dadurch konnten wir Fotos auf der Felszunge machen, ohne lange in der Schlange zu warten, die tagsüber sehr lang sein kann. Ende Juni ist es um diese Zeit noch hell, und der Himmel über den Bergen färbt sich rosa-orange.

Am nächsten Tag gingen wir denselben Weg zurück – in voller Sonne, mit Blick auf das felsige Hochplateau und die verschneiten Gipfel.

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Praktische Informationen

  • Anfahrt: Von Stavanger fuhren wir mit einem Mietwagen; den Weg begannen wir am Parkplatz P2.
  • Der Weg: Hin und zurück kamen wir auf etwa 30 km und etwa 1200 m Höhenunterschied – stell dich auf einen langen Tag ein oder, so wie wir, auf eine Übernachtung unterwegs.
  • Schnee: Ende Juni lagen auf dem Plateau noch Schneefelder, und einige Seen waren teilweise zugefroren – Wanderschuhe sind nützlich.
  • Übernachtung im Zelt: Wildcampen ist in Norwegen grundsätzlich erlaubt, aber am Weg gibt es Stellen, an denen man nicht zelten darf – halte dich an die auf den Karten markierten Plätze. Die Nacht in den Bergen ist sehr kalt, selbst im Sommer.
  • Warteschlange für Fotos: Spätabends ist es an der Trolltunga viel ruhiger als tagsüber.

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