
Die Flüge nach Mallorca hatten wir schon Anfang Januar gekauft, und im März 2023 (7.–13. März) verbrachten wir zu viert, mit Asia und Ania, eine Woche auf der Insel. Auf Erholung waren wir nicht aus, sondern auf aktives Erkunden – also wie immer. Es hält sich die Meinung, Mallorca sei eine Insel nur zum Strandurlaub und es gebe dort nichts zu sehen. Weit gefehlt: Uns fehlte die Zeit, um den ganzen Plan umzusetzen. Wir sind nicht auf die kleine Insel Dragonera mit ihrem Naturschutzgebiet übergesetzt und haben mehrere längere Bergwanderungen nicht geschafft. Hier das, was wir sehen konnten – Tag für Tag.
Inhaltsverzeichnis
- Tag 1: Cala Millor und Puig de s’Agulla
- Tag 2: Höhlen von Hams, Dinosaurland und die Ostküste
- Tag 3: s’Albufera, Alcúdia und Cap de Formentor
- Tag 4: Naturpark Mondragó, Capocorp Vell und Llucmajor
- Tag 5: Valldemossa und Esporles
- Tag 6: mit dem historischen Zug nach Sóller und die Jardins d’Alfàbia
- Tag 7: Palma de Mallorca
- Praktische Informationen – Auto, Unterkunft, Wetter und Kosten
Tag 1: Cala Millor und Puig de s’Agulla
Während des ganzen Aufenthalts wohnten wir in einem Apartment in Cala Millor, am Meer im Osten der Insel – mit einer wunderschönen Aussicht vom Balkon. Die Entfernungen auf Mallorca sind gering, also reichte eine Basis völlig. Nach dem Einchecken stiegen wir auf den niedrigen (234 m) Gipfel Puig de s’Agulla, von dem aus wir den Sonnenuntergang bewunderten.

Tag 2: Höhlen von Hams, Dinosaurland und die Ostküste
Den zweiten Tag verbrachten wir an der Ostküste. Wir begannen mit einem Spaziergang am Meer entlang zur Burg mit Wehrturm Castell de la Punta de n’Amer und fuhren dann zu den Coves dels Hams – einem Höhlensystem mit beleuchteten Tropfsteinen.
Neben den Höhlen liegt das Dinosaurland – ein Park mit lebensgroßen Dinosauriermodellen, unter anderem einem Titanosaurier, einem der größten Landtiere der Erdgeschichte. Das Kombiticket für Höhlen und Park lohnte sich: 23 Euro für beides, bei 17 Euro für einen einzelnen Eintritt.
Am Nachmittag spazierten wir am Ufer entlang beim hübschen Strand Cala Estany d’en Mas und schauten beim Torre del Serral dels Falcons vorbei – einem der vielen Wehrtürme, die rund um die Insel über den Klippen stehen.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir auf den Hügel Sant Salvador (510 m) mit Kirche und ehemaligem Kloster, einer Christusstatue und einem riesigen Kreuz. Ein perfekter Aussichtspunkt über die ganze Gegend.

Tag 3: s’Albufera, Alcúdia und Cap de Formentor
Am dritten Tag ging es in den Norden der Insel. Morgens spazierten wir durch den Naturpark s’Albufera – ein Schutzgebiet mit mehreren Wegen entlang von Kanälen und Feuchtgebieten und unzähligen Vögeln, die man von speziellen Beobachtungshütten aus sehen kann.

Danach fuhren wir nach Port d’Alcúdia, einem der bekanntesten Häfen der Insel (von hier kommt man unter anderem per Schiff nach Barcelona), und nach Alcúdia – einer Stadt mit mittelalterlichen Mauern und Toren.

Der Nachmittag gehörte dem Cap de Formentor – dem Kap, das der nördlichste Punkt Mallorcas ist. Eine kurvige Straße führt hier zwischen hohen Klippen hindurch, und die Aussicht auf Meer und Berge ist unglaublich.


Den Sonnenuntergang sahen wir uns vom Aussichtsturm Talaia d’Albercutx über dem ganzen Kap an.

Tag 4: Naturpark Mondragó, Capocorp Vell und Llucmajor
Den vierten Tag begannen wir im Naturpark Mondragó an der Südostküste – mit schönen Stränden, Klippen, einigen Spazierwegen und einer Promenade am Wasser. Das Wasser in den Buchten hat hier eine unglaubliche türkise Farbe.

Dann fuhren wir nach Capocorp Vell – einer der am besten erforschten Stätten der Talayot-Kultur auf den Balearen (eine prähistorische Siedlung mit Steintürmen; Eintritt 3 Euro). Unterwegs schauten wir noch bei einem weiteren Wachturm über den Klippen vorbei, dem Torre de Cala Pi.

Den Tag beendeten wir im charmanten Städtchen Llucmajor mit seinen engen Gassen und auf einem Hügel mit dem Kloster Ermita de Sant Honorat.

Tag 5: Valldemossa und Esporles
Den fünften Tag verbrachten wir in den Bergen der Serra de Tramuntana. Zuerst besuchten wir Valldemossa – ein Steinstädtchen, in dessen Kartäuserkloster Frédéric Chopin lebte und komponierte. Für zwei Tickets für das Museum im Kloster und die Residenz zahlten wir insgesamt 17 Euro, und als Extra gab es ein kurzes Konzert – ein Pianist spielte drei Stücke von Chopin.

Am Nachmittag fuhren wir nach Esporles – einem Städtchen, über dem auf einem Hügel eine Jesusfigur wacht. Zu ihr wanderten wir auf einem Weg hinauf.
Tag 6: mit dem historischen Zug nach Sóller und die Jardins d’Alfàbia
Am sechsten Tag fuhren wir vom Ort Bunyola mit dem historischen Zug nach Sóller (15 Euro hin und zurück). Die Holzwaggons fahren durch Berge und Tunnel, und von einem Aussichtspunkt über dem Städtchen sieht man das ganze Tal von Sóller.
Im Zentrum von Sóller steht die Kirche des heiligen Bartholomäus, und ringsum wachsen jede Menge Orangenbäume. Vom Städtchen zum Hafen fuhren wir mit der historischen Straßenbahn (8 Euro pro Strecke).

Port de Sóller liegt an einer von Bergen umgebenen Bucht – mit Jachten im Hafen und Cafés an der Uferpromenade.
Auf dem Rückweg besichtigten wir die Jardins d’Alfàbia – einen historischen Landsitz mit Gärten am Fuß der Berge (Eintritt 8 Euro).
Tag 7: Palma de Mallorca
Den letzten Tag widmeten wir der Inselhauptstadt – Palma de Mallorca. Das wichtigste Bauwerk ist die gotische Kathedrale La Seu, die über dem Meer thront, daneben steht der Almudaina-Palast.

Für den Eintritt in die Kathedrale und das Museum für sakrale Kunst zahlten wir insgesamt 9 Euro. Wir besuchten auch das kostenlose Museum für moderne Kunst Museu Fundació Joan March.

Den Rest des Tages schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt – mit modernistischen Bürgerhäusern und dem Rathaus an der Plaça de Cort –, und den Sonnenuntergang sahen wir uns von der Mole aus an.

Praktische Informationen – Auto, Unterkunft, Wetter und Kosten
- Auto: Um die Zeit optimal zu nutzen, mieteten wir ein Auto. In einer Woche fuhren wir ca. 900 km (im Schnitt ca. 130 km pro Tag). Viele Straßen sind schmal und kurvig – die Fahrt dauert länger und erfordert Konzentration.
- Unterkunft: ein Apartment für den ganzen Aufenthalt (Cala Millor) – günstig, mit Meerblick; die Entfernungen auf der Insel sind so gering, dass man die Basis nicht wechseln muss.
- Zu Fuß: Wir sind ca. 50 km gelaufen, also ca. 7 km pro Tag.
- Wetter im März: Höchsttemperaturen von 19–24 °C, meistens Sonne. Wir erwischten ein gutes Wetterfenster – eine Woche vorher hatte es sogar geschneit.
- Kosten: Für eine Woche haben wir ziemlich viel ausgegeben – ca. 440 Euro pro Person. Am meisten kosteten Auto und Unterkunft, dazu viele kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten und regelmäßiges Essen auswärts.
- Essen: Wir probierten mehrere Sorten Tapas; Paella zu essen haben wir am Ende nicht mehr geschafft.
- Glück hatten wir auch mit dem Rückflug – am Tag zuvor war am Berliner Flughafen gestreikt worden, und alle Flüge wurden gestrichen.

Ein paar Wochen später waren wir wieder in Spanien – in Barcelona und Tarragona sowie an der Costa Blanca.






























