
Im Juli 2007 verbrachte ich mit meiner Schwester eine Woche in der Schweiz, in den Bergen um Savognin in Graubünden. Wir fuhren mit dem Lift auf die Almen, rollten mit Bergrollern hinunter, überquerten den Albula- und den Julierpass und sahen unterwegs Chur und den Soliser Viadukt. Danach fuhren wir weiter in die Toskana in Italien.
Inhaltsverzeichnis
- Savognin und die Bündner Alpen
- Mit dem Lift über Savognin
- Bergroller und Mountaincarts
- Wanderwege, Blumen und Pilze
- Lai Barnagn, Minigolf und Abende
- Albula- und Julierpass
- Chur
- Der Soliser Viadukt und die Schinschlucht
- Praktische Informationen
Savognin und die Bündner Alpen
Savognin ist ein Dorf auf etwa 1200 m Höhe im Tal Surses im Kanton Graubünden, im rätoromanischen Teil der Schweiz. Im Sommer führen Wanderwege und Schotterstraßen hinauf zu den Almen, von denen man die hohen Gipfel sieht.
Von 1886 bis 1894 lebte hier der Maler Giovanni Segantini, bekannt für seine Alpenlandschaften.

Mit dem Lift über Savognin
Am 1. Juli fuhren wir mit dem Lift von Savognin über das Tal. Die Mittelstation heißt Tigignas, die Bergstation Somtgant liegt auf etwa 2100 m. Im Sommer fährt der Lift für Wanderer und Radfahrer.
Oben beginnen die Almen. Hier weiden Kühe, und im Juli sind die Wiesen voller Blumen.
Bergroller und Mountaincarts
Am 3. Juli rollten wir auf Bergrollern mit dicken Reifen, den Monster-Trottinetts (Trottinett heißt in der Schweiz der Tretroller), und dreirädrigen Mountaincarts die Schotterwege hinunter. In Savognin gibt es dafür ausgewiesene Strecken von Somtgant über Tigignas ins Tal. Der obere Abschnitt ist schwieriger, der untere eignet sich für Anfänger.
An der Strecke kamen wir auch an grasenden Lamas vorbei.
Wanderwege, Blumen und Pilze
An den folgenden Tagen gingen wir auf den Wegen über dem Tal wandern. An den Abzweigungen stehen gelbe Wegweiser, wie dieser am Mot Laritg (2163 m). Unterwegs fanden wir Blumen und rote Fliegenpilze.
Lai Barnagn, Minigolf und Abende
Auch im Tal gibt es einiges zu tun. Im Zentrum liegt der Badesee Lai Barnagn, daneben ein Freizeitgelände mit Minigolf.
Wir wohnten in einem Apartment mit eigener Küche und spielten an manchen Nachmittagen Brettspiele.
Albula- und Julierpass
Am 2. Juli fuhren wir auf den Albulapass (2315 m). Die Straße folgt der Albulabahn, einer Strecke der Rhätischen Bahn, die zusammen mit der Berninalinie seit 2008 auf der UNESCO-Liste steht. Die Gleise verlaufen über steinerne Viadukte oberhalb der Straße.

Am 7. Juli waren wir auf einem zweiten Pass, dem Julier (2284 m). Die alte Straße verbindet das Surses-Tal mit dem Engadin und wurde schon in römischer Zeit genutzt.
Chur
An einem Tag fuhren wir nach Chur, der Hauptstadt Graubündens, die als älteste Stadt der Schweiz gilt. Die Altstadt hat enge Gassen und bunte Häuser.
Der Soliser Viadukt und die Schinschlucht
Wir hielten am Soliser Viadukt. Diese Steinbrücke der Albulabahn wurde 1902 eröffnet. Sie ist 164 m lang, hat einen Hauptbogen von 42 m Spannweite und verläuft etwa 85 m über der Albula. Die Schinschlucht überquert hier auch eine steinerne Straßenbrücke von 1868.

Von der Schweiz fuhren wir weiter an die Küste der Toskana. Den weiteren Verlauf der Reise beschreibe ich im Beitrag Toskana: Pisa, Florenz und Siena.
Praktische Informationen
- Savognin: Im Sommer ist es ein ruhiger Standort zum Wandern. Das Wetter in den Bergen ändert sich schnell, nimm also auch im Juli eine warme Jacke mit.
- Roller und Mountaincarts: Du kannst sie an der Talstation in Savognin mieten. Öffnungszeiten und Preise prüfst du am besten vorab.
- Soliser Viadukt: Gut zu sehen ist er von der Straße und den Wanderwegen im Tal.






























