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Ort: Südamerika  KolumbienReisejahr: 2024

Nach ein paar Tagen in Cartagena fuhren wir am 7. Mai 2024 weiter an der Küste entlang nach Santa Marta. Die Stadt und der nahe Nationalpark Tayrona waren unsere letzten Stationen am Karibischen Meer – an der kolumbianischen Küste verbrachten wir insgesamt zehn Tage, vom 3. bis 12. Mai. Santa Marta war für uns vor allem ein Ausgangspunkt: Von hier aus fuhren wir ins Fischerdorf Taganga und ins Bergstädtchen Minca und zum Schluss für zwei Nächte nach Tayrona – in den beliebtesten Nationalpark Kolumbiens, berühmt für seine fast paradiesischen Strände.

Unsere Route:

  • 7.5. – Fahrt von Cartagena nach Santa Marta, Übernachtung im Viertel Rodadero,
  • 8.5. – Taganga und Sonnenuntergang in Rodadero,
  • 9.5. – das historische Zentrum von Santa Marta und das Städtchen Minca,
  • 10.–12.5. – zwei Nächte am Nationalpark Tayrona, am 11. Mai den ganzen Tag auf dem Wanderweg und an den Stränden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Santa Marta – Übernachtung in Rodadero
  2. Taganga – ein Fischerdorf an einer Bucht
  3. Das historische Zentrum von Santa Marta
  4. Minca – eine unerwartete Begegnung am Wasserfall
  5. Nationalpark Tayrona – der Eingang El Zaino und der Wanderweg
  6. Die Strände und Cabo San Juan
  7. Die Tierwelt von Tayrona
  8. Übernachtung am Park und ein Gewitter
  9. Praktische Informationen
  10. Fazit

Santa Marta – Übernachtung in Rodadero

In Santa Marta wohnten wir in Rodadero – einem Viertel, das als sicherer gilt als der Rest der Stadt. Dort gibt es auch einen sehr schönen Strand, von dem aus man abends die Sonne direkt im Meer untergehen sieht.

Durch die Straßen von Rodadero fahren bunte Chiva-Busse. Leider kann man hier, wie schon in Cartagena, kein Stück in Ruhe gehen, ohne von Verkäufern angesprochen zu werden. Dasselbe Problem hatten wir in jedem Küstenort, und nicht nur am Strand – in dieser Hinsicht hat die kolumbianische Küste sogar die arabischen Länder übertroffen.

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Taganga – ein Fischerdorf an einer Bucht

Nicht weit von Santa Marta liegt Taganga – ein Fischerort an einer kleinen Bucht, umgeben von trockenen Hügeln mit Häusern an den Hängen. Wir fuhren am 8. Mai hin. Es gibt einen Strand und eine Uferpromenade, aber unserer Meinung nach ist es kein Ort, den man unbedingt sehen muss.

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Das historische Zentrum von Santa Marta

Wir besichtigten auch den historischen Teil von Santa Marta. Wir gerieten in einen Wolkenbruch – danach verwandelten sich die Straßen im Zentrum in Flüsse, und Motorräder fuhren durch Wasser, das bis zur Hälfte der Räder reichte.

Abends sahen wir uns die beleuchtete weiße Kathedrale an, und auf den Straßen wurden Arepas auf dem Rost gegrillt – Maisfladen, die wir in Kolumbien mit Käse gegessen haben.

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Minca – eine unerwartete Begegnung am Wasserfall

Unser nächster Ausflug von Santa Marta führte nach Minca – einem kleinen Städtchen in grünen Hügeln, bekannt als Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Wie Taganga hat es uns nicht so sehr begeistert, dass wir es als Pflichtprogramm empfehlen würden.

Aber selbst auf so einem gewöhnlichen Weg, auf dem Abstieg zu einem noch gewöhnlicheren Wasserfall, kann man ein bekanntes Gesicht sehen. Ganz zufällig trafen wir dort Karina, die wir zwei Monate zuvor auf Utila in Honduras gesehen hatten und mit der wir in Guatemala dieselbe Sprachschule besucht hatten. Reisen steckt voller merkwürdiger Zufälle.

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Nationalpark Tayrona – der Eingang El Zaino und der Wanderweg

Tayrona ist der beliebteste Nationalpark Kolumbiens. Das liegt vor allem an den wunderschönen, fast paradiesischen Stränden, die gar nicht so leicht zu erreichen sind. Das Parkgebiet ist riesig, und es gibt mehrere Wege hinein – am häufigsten wird der Eingang El Zaino gewählt.

Vom Parkplatz, also vom weitesten Punkt, bis zu dem der Bus fährt, bis zum angeblich schönsten Strand – Cabo San Juan – läuft man mindestens zwei Stunden. Der Weg führt die ganze Zeit an der Küste entlang, ist aber nicht flach: Mal geht es durch tropischen Wald, mal über einen sandigen Pfad zwischen riesigen Felsblöcken. Die Strände erreicht man nur zu Fuß oder zu Pferd.

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Die Strände und Cabo San Juan

Unterwegs kommt man an einem Strand und einer Bucht mit türkisfarbenem Wasser nach der anderen vorbei, und gleich hinter dem Sand liegen Lagunen mit Palmen. Wegen gefährlicher Strömungen darf man an manchen Stellen nicht schwimmen, achte also auf die Schilder. Wir hatten etwas Glück, denn an dem Tag, an dem wir zu den Stränden gingen, war das Wetter richtig gut.

Ziel unserer Wanderung war Cabo San Juan – eine Bucht mit einer felsigen Landzunge, auf der ein hölzerner Pavillon steht. Theoretisch ist es der schönste Strand des Parks, und er ist wirklich beeindruckend.

An den Stränden kann man im Zelt oder in der Hängematte übernachten. Wir fragten uns, wie die Leute ihr ganzes „Hab und Gut“ dorthin bringen, wenn man nur zu Fuß oder zu Pferd hinkommt. Vielleicht reisen die meisten mit leichtem Gepäck.

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Die Tierwelt von Tayrona

Tayrona ist auch ein Ort, an dem man viele Wildtiere sehen kann. Wir haben unter anderem jede Menge Krabben, Agutis, einen Affen und sogar ein Krokodil gesehen. Krabben sind überall – sie kommen aus ihren Löchern im Sand, und nach Einbruch der Dunkelheit spazieren sie über die Wege.

Zwischen den Palmblättern sonnten sich grün-blaue Eidechsen, und um die Hütten, in denen wir übernachteten, trieben sich blau-gelbe Aras herum.

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Übernachtung am Park und ein Gewitter

Wir hatten zwei Nächte in strohgedeckten Holzhütten im Zirumake Tairona, für ca. 12 € pro Person – in einem grünen Garten, aber weit weg von den Stränden. Morgens setzten sich die Aras auf die Wäscheleine.

Wegen des Regens hatten wir überhaupt kein Internet, und das Gewitter, das in der zweiten Nacht über den Park zog, legte bei uns den Strom lahm. Im Park gibt es kaum Einkaufsmöglichkeiten, deshalb sind die Preise deutlich überhöht – für ein ordentliches Abendessen zahlten wir allerdings 7–8 €.

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Praktische Informationen

  • Eintritt in den Nationalpark Tayrona – im Mai 2024 galten die Hochsaisonpreise: 87.000 COP (ca. 20 €) für ausländische Besucher. Zum Glück zahlt man einmal für den ganzen Aufenthalt, egal wie viele Tage.
  • Versicherung – für jeden Tag im Park ist eine zusätzliche Versicherung Pflicht (ca. 1,40 € pro Tag).
  • Weg zu den Stränden – der beliebteste Eingang ist El Zaino; vom Parkplatz, bis zu dem der Bus fährt, sind es mindestens 2 Stunden Fußmarsch über unebenes Gelände bis Cabo San Juan. Weiter geht es nur zu Fuß oder zu Pferd.
  • Unterkünfte – wir schliefen weit weg von den Stränden für ca. 12 € pro Person. Direkt an den Stränden konnte man ein Zweipersonenzelt für 19–23 € oder eine Hängematte für 9–12 € mieten (Mai 2024).
  • Essen – im Park ist es teurer als in der Stadt, und Geschäfte gibt es kaum; ein ordentliches Abendessen kostete uns 7–8 €. Nimm Wasser und Snacks mit.
  • Internet und Strom – bei Regen gab es keinen Empfang, und das Gewitter hat den Strom ausfallen lassen – damit musst du rechnen.
  • Baden – an manchen Stellen gilt wegen gefährlicher Strömungen Badeverbot.
  • Santa Marta – zum Übernachten wählten wir das sicherere Viertel Rodadero mit seinem schönen Strand. An der ganzen Karibikküste musst du dich auf aufdringliche Verkäufer einstellen.
  • Währung – kolumbianischer Peso (COP); im Mai 2024 waren 1000 COP etwa 0,23 € wert.

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Fazit

Der Tayrona-Park war der Höhepunkt unserer Zeit an der kolumbianischen Karibik: traumhafte Strände, warmes Wasser, Dschungel, der bis ans Meer reicht, und Tiere auf Schritt und Tritt. Santa Marta, Taganga und Minca waren unserer Meinung nach keine „Must-sees“ – Santa Marta war für uns vor allem ein Ausgangspunkt. Auf dem Plan stand noch Palomino, aber wir haben unser Programm gekürzt und sind am 12. Mai ins Landesinnere aufgebrochen – nach San Gil.

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